Innovational Correctness

#003: Warum die digitale Transformation keine ist!

Episode Summary

In dieser Episode werde ich erklären warum die digitale Transformation nichts mit Technologie zu tun hat und die meisten Mittelständler mehr Mut benötigen, das zu nutzen, was sie bereits haben. Ein Appell an den deutschen Mittelstand.

Episode Notes

In dieser Episode werde ich erklären warum die digitale Transformation nichts mit Technologie zu tun hat und die meisten Mittelständler mehr Mut benötigen, das zu nutzen, was sie bereits haben. Ein Appell an den deutschen Mittelstand.

In dieser Episode #003 werde ich erklären warum:

 

Show Notes, Transcription, & Resources Mentioned: gammabeyond.com/en/podcast/003

Podcast Website: www.innovationalcorrectness.com

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Episode Transcription

Hinweis: Dieses Transkript der Episode wurde maschinell erstellt und wurde nicht auf Korrektheit geprüft. Es dient dem Erleichterung bei der Suche. Bitte entschuldigt eventuelle Fehler.

 

Host (David C. Luna): 00:00:37 Oh, herzlich willkommen zu einer neuen Episode des in der National Correctness Podcasts und hier unschwer hören könnt, ist das diesmal eine deutsche Folge, da es primär um den deutschen Mittelstand geht. Der Titel dieser Episode ist, warum die digitale Transformation keine ist. Und was so reißerisch klingt, hab ich nicht nur bewusst so gewählt, sondern meine ich auch so und das werde ich im Laufe dieser Episode noch näher darlegen. 00:01:00 In dieser Episode werde ich erklären, warum der Mittelstand bei der Digitalisierung oft hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt und wie er sich von vermeintlichen Profis und damit meine ich primär Beratungen Agenturen über die Anforderungen an ihre eigene Organisation einschüchtern lässt, sich diese Transformation mit traditionellen Denkmustern und Organisationsformen nicht erfolgreich umsetzen lässt und das scheinbare neue Thema eigentlich eine uralte Herausforderung ist, die es schon seit Anbeginn des Industriezeitalters gibt und die Herausforderungen der Digitalisierung nichts mit Technik oder Technologie zu tun hat. Und in dieser Episode werde ich mich zwar primär an den Mittelstand wenden, doch trifft all das Gesagte in dieser Episode genauso auf alle Unternehmensgröße zu. Warum hat also die digitale Transformation nichts mit Technologie zu tun? Und warum benötigen die meisten Mittelständler mehr Mut, das zu nutzen, was sie bereits haben? Nun, in den letzten Jahren kam es fast zu einem inflationären Gebrauch der Begriffe 00:02:00 Digitalisierung, Digitale Transformation, Industrie 4.0, Arbeiten 4.0, Blockchain und ganz viele andere, sodass man ziemlich schnell den Eindruck gewinnt, dass der Gebrauch in einem umgekehrt proportionalen Verhältnis zum eigentlichen Verständnis steht.

Host (David C. Luna): 00:02:15 Ja, man kann sie fast schon nicht mehr hören, diese Buzzwords. Trotzdem wird fast jedes Meeting davon dominiert und man hört es auf jeder Veranstaltung sowie Aktionärsversammlung, wo sich die Vorstände großer Konzerne damit brüsten, welche Initiativen und Projekte sie in diesem Bereich bereits auf den Weg gebracht haben und vor allem wie digitale Unternehmen bereits ist. Und das gleiche gilt übrigens für die sogenannten Heilsbringer. Die Beratungen soll ja auch schon mal aufgefallen, dass fast alle Beratungen sich ebenfalls mit diesen schönen Buzzwords schmücken. Was vorher vielleicht eine Creativ Werbe, Werbe oder gar Kommunikationsagentur war, ist neuerdings eine Beratung für digitale Transformation. Und so haben diese Beratungen jetzt eine Lösung für ihre Kunden berat, welche sie schon vor vielleicht 00:03:00 einem Jahrzehnt unter einem anderen Namen verkauft haben. Nur mit einem frischen neuen Anstrich der digitalen Transformation. Die Motivation ist nachvollziehbar und verständlich. Sie wollen auf der Erfolgswelle mitreiten und treiben sprichwörtlich die neue Sau durchs Dorf, statt ihre Kunden wirklich nachhaltig zu beraten. Letzteres, letzteres geht halt eben nur, wenn man erkannt hat, was wirklich hinter dieser Herausforderung steht und womit sich der Mittelstand konfrontiert sieht. Ist nun die Digitalisierung Hype oder Herdentrieb? Nun, die Entwicklung der Digitalisierung drückt schon in gewisser Weise eine Unmenschlichkeit der Unternehmen aus, sich in einer verändern und komplexer werdenden Welt schnell genug anzupassen. Ihre bestehenden und oft schon tradierten Geschäftsmodelle werden von einer Generation mit stark veränderten Kaufverhalten man denke an die Millennials und innovativen Start grundlegend Frage gestellt.

Host (David C. Luna): 00:03:53 Und für viele ist das naheliegend. Der Schuldige ist scheinbar auch schnell gefunden. Die immer stärker aufkommenden 00:04:00 einsitzende Technologien sind schuld. Doch steht die Digitalisierung tatsächlich mit technischen Fragen Zusammenhang oder geht es dabei in Wirklichkeit um etwas ganz anderes? Digital Transformation ist nicht eine Frage der Technologie. Es ist vielmehr eine organisationalen Transformation, auf die sich die Mittel ständisch Unternehmen vorbereiten müssen. Insofern ist selbst der in Deutschland gewählte Begriff der Digitalisierung ziemlich schlecht gewählt. Er wirkt fast schon wie ein spontaner geistiger Agus, der Namensgeber, und wird dementsprechend auch viel in die Irre. Rein von der Pew Research Center drückt es ziemlich direkt aus. Er sagt AT the same time Germans relay to make an one way world. Mit der Time Horizon nennender Seri Magis nation German Steel Think denken Slow down progress Revuen hortete Deficit Studienganges Timor Merkens Larrys in Newell Baldi Nemis Destiny Josa Gos pupst Shermans Shading Brace Natara Paßwort Late Mover Advantage 00:05:00 Nun, trotz dieses Hypes wird die Notwendigkeit und Dringlichkeit einer grundlegenden Transformation für den Mittelstand unausweichlich bleiben. Ich denke, dem wird auch jeder zustimmen. Und diese organisationalen Transformation steht ja nicht erst seit ein paar Jahren vor den Türen der Unternehmen, sondern schon seit Aufbruch vom industriellen Zeitalter ins Zeitalter der Wissensgesellschaft. Also was wir heute durchleben, sind ja Prozesse, die schon von mehr als 100 Jahren schon begonnen haben. Es ist also ein altes Thema.

Host (David C. Luna): 00:05:30 Im Kern geht es also darum, wie bestehende Unternehmen schaffen, unter veränderten Bedingungen zu innovieren und weiterhin. Zu bleiben. Und wer sich dann bei diesen Veränderungsprozessen nur auf Technologien und die dahinterstehenden digitalen Geschäftsmodelle fokussiert. Ja, liebe Leute. Der hat es tatsächlich und ursächliche Problem nicht verstanden. Die riesigen Potenziale anderer Innovationsfonds wie z.B. Organisations oder Services Innovationen werden komplett außer Acht gelassen. So landet man dann im besten Falle nur die Symptome. Oder anders formuliert Das wäre so, als 00:06:00 würde man behaupten, die Herausforderungen der Industrialisierung zum Ende des 19. Jahrhunderts hätte für die Gesellschaft hauptsächlich in der Weiterentwicklung technische Standards gelegen. Das würde auch keiner behaupten. Was sich jedoch grundlegend geändert hat, ist die Geschwindigkeit, mit der diese Veränderungen eintreten. Daraus folgt, dass Unternehmen ihren Umgang mit der Markt, Dynamik, Komplexität und Ambiguität entsprechend anpassen müssen. So alle 4.0 Versprechen erliegen leider einem fatalen Denkfehler, nämlich einen, der einen direkten kausalen Zusammenhang zwischen digitale Vernetzung mit anderen Unternehmen und der eigenen Arbeitsweise herstellt bzw. einem unternehmerischen Erfolg suggeriert. Nur weil man digitalisiert oder wie es Thorsten Dirks, ehemaliger CEO von Telefónica Deutschland, gesagt hat Wenn Sie einen scheiß Prozess digitalisieren, dann haben Sie einen scheiß digitalen Prozess. Letztendlich kann der Mittelstand noch so viel automatisieren und vernetzen, wie er will. Das wird nicht dazu führen, dass sich die Arbeitsweise in den Unternehmen grundlegend ändert. Hier wird 00:07:00 nämlich ganz andere Kräfte, die sich über viele Jahre oder gar Jahrzehnte etabliert und gefestigt haben, Kräfte wie Glaubenssätze, Werte, Normen, Regeln.

Host (David C. Luna): 00:07:09 Und diese verändern sich eben nicht so einfach und schnell wie die Einführung eines neuen Passworts wie Industrie 4.0. TI Plattformökonomie. Ein Unternehmen bleibt nach wie vor ein komplexes und lebendiges Gebilde aus Menschen. Der Wunsch, Prozesse effizienter und Schlankheit gestalten, stammt aus dem Industriezeitalter. Hier ging es primär darum, Arbeitsprozesse, die überwiegend aus repetitiven Aufgaben bestanden, zu optimieren. Sicherlich gibt es heute und auch morgen nach wie vor Platz, um Prozesse effizienter zu gestalten. Aber die Zeiten, sich allein darauf zu fokussieren, sind größtenteils vorbei und die entsprechenden Dogmen sind ebenso überholt. Unsere Welt ist letztendlich zu komplex geworden und weist kaum mehr repetitive Bestandteile auf. Heute geht es vielmehr um Dinge wie kreative Problemlösungen, Mut, Neues auszuprobieren 00:08:00 und mehr Agilität, sich in einer schnell veränderten Markt zurechtzufinden. Mit altertümlichen Denkmustern wird diese Komplexität und diese Ambiguität, die Unschärfe kaum zu meistern sein. Diese Herausforderung ist mit linearen Denkmodellen auch nicht zu bewältigen. Man muss sich stattdessen an mögliche Lösungen herantasten oder annähern. Und hier haben sich z.B. iterative Herangehensweise sehr bewährt. Welche Werkzeuge oder Methodik man dazu einsetzt, wie Design Thinking, Sörgel Design, dienstbarer oder Strategic vorsieht, ist nicht zweitrangig. Es ist nur ein Werkzeug. Was nützt uns all die Technologie mit ihren unbegrenzten Möglichkeiten, wenn die Geisteshaltung in den Unternehmen die gleiche bleibt? Der Mittelstand muss letztendlich die Komplexität und ihre Folgen endlich akzeptieren. Das heißt, er muss also auch auf vereinfachte Weltbilder verzichten und die und Vorhersagbarkeit und Intransparenz sowie Dynamik der Märkte hinnehmen und lernen, damit dementsprechend auch 00:09:00 umzugehen.

Host (David C. Luna): 00:09:00 Und der Fokus muss wieder auf die eigentliche Wertschöpfung, also die Jobs to be tan gelegt werden. Also was möchte der Kunde letztendlich erledigt haben? So, stattdessen oder statt diesen Umstand zu akzeptieren, klammert sich der Mittelstand an das nächste Paßwort Big Data und verspricht sich davon die Erlösung der Komplexität. Das Motto lautet dabei Viel hilft viel. Die Sammlung und Anhäufung von Unmengen an Daten soll dabei helfen, zu genaueren Prognosen Entscheidungen zu kommen. Auch hier treffen wir wieder auf einen fatalen Denkfehler. Gute Entscheidungen werden mittels relevanter Informationen getroffen und nicht auf Grundlage von möglichst vielen. Aber fühlen wir uns nochmal vor Augen vor, wenn wir sprichwörtlich die Nadel im Heuhaufen suchen, soll uns mehr Heu. Also Daten dabei helfen, die besagte Nadel noch schneller zu finden. Aber genau das haben schon die NSA und der deutsche Bundesnachrichtendienst versucht. Mit dem Ergebnis Kein einziger Anschlag wurde bisher durch die riesigen Datenmengen Feith. 00:10:00 Und wenn es unsere gut finanzierten Geheimdienste nicht schaffen, wie hoch stehen die Chancen, dass der Mittelstand sich dazu in der Lage sieht? Es geht also weniger um die Mengen der Daten als vielmehr um die Qualität ihres Informationsgehalt und um die Schlüsse, die man aus ihnen zieht. Und glaubt man den Anbietern von Big Data Lösungen, so wird ohnehin nur ein kleiner Prozentsatz der Daten auch tatsächlich analysiert. Trotzdem sind das just jene Anbieter, die in der Regel mit Big Data werben und dabei versprechen, mit ihren Lösungen eine völlig neue Interpretation der Daten herbeiführen zu können.

Host (David C. Luna): 00:10:31 Weltweit werden ja fast unvorstellbare Datenmengen generiert und gespeichert. Und. Werden täglich exponentiell mehr. Trotzdem haben viele Führungskräfte das Gefühl, nicht genügend Informationen an der Hand zu haben. Sie leiden quasi unter Informationsmangel aufgrund von zu vielen Daten. Aus diesem Grund sammeln sie dann immer weiter Daten in der Hoffnung, so zu besseren und belastbaren Entscheidungen zu gelangen. Ein richtiger Teufelskreis. Das kann also niemals gelingen, da sich Unternehmen in einen unvorhersehbaren 00:11:00 und sich permanent verändernden Kontext befinden. In einem solchen Umfeld ist es schon per Definition unmöglich, alle Informationen zu erfassen. Solange den Unternehmen das nicht bewusst wird, werden sie auch weiterhin ihre ihrer Daten Sammelleidenschaft nachgehen, was wiederum zur Entscheidungs losigkeit führen kann. Der Amerikaner nennt es dann treffend Ernährst Prologs. Aber die gute Nachricht ist Auch wenn unser Gehirn nie auf die Verarbeitung großer Datenmengen ausgelegt war, hat unser Denkorgan einen evolutionären Vorteil in die Wiege gelegt bekommen, nämlich den der kreativen Schöpfung und Problemlösung. Wir sind zudem Experten im Erkennen und Verarbeiten von relevanten Informationen und Mustern. Gelingt es dem Mittelstand, diesen evolutionären Vorteil auf das eigene Unternehmen zu übertragen nach dem Motto Weniger ist mehr ergeben sich ganz neue Möglichkeiten. Anstatt die Datenmengen ins Unendliche anwachsen zu lassen und KPIs und Berichte erstellen zu stellen, sollte die Grundlage der Informationsgewinnung und Bewertung grundsätzlich hinterfragt werden. 00:12:00

Host (David C. Luna): 00:12:00 Welche Informationen werden für welchen Zweck wirklich benötigt und welche Erkenntnisse versprechen wir uns dadurch? Und welche Quellen enthalten die Informationen, die wir suchen und brauchen? So, jetzt klären wir mal, wie sich der Mittelstand mit seiner hierarchischen Organisationsform selbst im Weg steht. Wir erinnern uns Digitalisierung ist irgendwie zu einem wichtigen Thema geworden. Ein Top-Thema, welches ein Unternehmen mit ein, zwei Handgriffen ganz einfach in den Griff bekommt. So zumindest wird es suggeriert. Wir brauchen lediglich einen Verantwortlichen samt Abteilung, der sich dann um die Digitalisierung kümmert. Und im Worst Case können wir diesen, denjenigen oder diejenige für das Scheitern verantwortlich machen. Das ist der EDIT Benefit und diese Person erhält dann noch einen schönen Titel. Suchen wir uns mal etwas aus. Sagen wir mal CDO Chief Officer, ein Team, noch üppiges Budget und zack haben wir die Digitalisierung schon im Griff. Getreu dem deutschen Verwaltung Spruch Wenn du nicht mehr weiter weißt, gründe einen Arbeitskreis. Damit versucht quasi der Mittelstand, das Problem resultierend 00:13:00 aus einer funktionalen Teilung mit einer neuen funktionalen Teilung zu lösen. Das wäre so, als würde man versuchen, einen Brand mit Kerosin zu löschen. Genau das tut der Mittelstand mit seinen heutigen Organisationsstrukturen. Aber alles der Reihe nach. Gehen wir mal im Einzelnen durch, warum auch das zum Scheitern verurteilt ist. Die häufigste Organisationsstruktur, die man heute beim Mittelstand oder auch bei Unternehmen immer noch vorfindet, ist die funktional hierarchische Pyramide. Einfach zu merken oben wird gedacht, unten wird gemacht.

Host (David C. Luna): 00:13:29 Genau das ist auch die Organisationsstruktur, wie sie einst der Effizienz Papst Frederick Taylor in seinem Management Konzept postuliert hat. Doch wenn der Mittelstand mit seiner terroristischen Pyramide Struktur bleibt, werden alle Versuche der Herausforderung Herr zu werden, an der Organisation schlichtweg abprallen. Und es gibt mehrere Gründe dafür. Der erste Grund ist über komplexe Strukturen verhindern, dass Unternehmen schnell genug auf Änderungen reagieren können, damit die Führung Entscheidungen treffen kann. Benötigt diese unter anderem Informationen über Markt, Kunden, Lieferanten, Wettbewerb 00:14:00 und ganz viele andere Informationen. An diese Informationen kommen meist von der direkt wertschöpfenden Ebene, also ganz unten und müssen dementsprechend nach oben transportiert werden. Hierbei werden dann die Informationen auf dem Weg nach oben so lange bereinigt, beschönigt, ergänzt oder anderweitig verhindert, bis sie ihren eigentlichen Informationsgehalt verlieren. Diesen Effekt kennen wir dann als stille Post Effekt und haben wir alle in der Schule mal gespielt. Bis diese wenig hilfreichen Informationen aber dann über einen Markt dann in die Chefetage angekommen sind, hat sich der Markt quasi selbst sprichwörtlich fünfmal gedreht. Ein weiteres Problem Entscheidungen werden nicht nach dem Subsidiaritätsprinzip getroffen, also dort, wo die Wertschöpfung Aus und Markt Kompetenz vorhanden ist. Das Subsidiaritätsprinzip besagt letztendlich, dass die Aufgabe oder die Entscheidung möglichst von der kleinsten zuständigen Einheit übernommen und getroffen werden soll. Und das sind in der Regel die einzelnen Mitarbeiter, die den direkten Zugang zu den jeweiligen Informationen haben. Zweiter Punkt Starre Strukturen fördern 00:15:00 Sido Denken und Handeln.

Host (David C. Luna): 00:15:02 Es gibt den Ausspruch Compensation trike behavior. Und dieses Selbstverständnis findet sich in jedem Unternehmen wieder. Die Entlohnung ist dabei fast immer an konkrete Jahreszins geknüpft, die wiederum regelmäßig in Personal Gesprächen überprüft werden. Ziele gibt es dann nicht nur auf einzelne Mitarbeiter Ebene, sondern auch für jede Abteilung. Eine Intensivierung fördert schließlich die Zielerreichung der Mitarbeiter innerhalb ihres Einflussbereiches. So zumindest die Theorie. Heute ist jedoch stärker denn je. Würde ich mal argumentieren. In der binäres arbeiten gefordert und fast. Wegen der Voraussetzung, interdisziplinäres Arbeiten auf der einen Seite zu fordern, aber auf der anderen Seite hingegen die Starre funktional hierarchisch Unternehmensform beizubehalten, ist aus Mitarbeiter Sicht höchst widersprüchlich. Das ist so, als würde der Chef sagen Denke bitte quer, aber halte dich bitte an unsere etablierten Grundsätze. Und der dritte Punkt Macht und Struktur widersprechen der gross funktionalen Vernetzung und Zusammenarbeit. Macht 00:16:00 und Kontrolle sind selbst in einer formal hierarchischen Organisation eine Wunschvorstellung, da es in Unternehmen immer eine gewisse Vernetzung gibt. Das Problem an einem funktional hierarchischen Unternehmen zeigt sich jedoch im Fall von Unklarheiten oder Konflikten. Mitarbeiter wählen dann meist den formellen Weg über Vorgesetzte, statt in den Diskurs zu gehen und diese Konflikte gemeinsam zu lösen. Und das, obwohl die oft noch vorherrschende Führungsstile durch Legitimation, Bestrafung oder Belohnung sich nachweislich als weniger erfolgreich erwiesen haben als eine Vertrauens basierte Führung. Macht und Kontrolle erfüllen aber noch eine ganz andere Funktion. Der eigene Status quo soll damit erhalten bleiben.

Host (David C. Luna): 00:16:41 Noch immer gibt es diesen Idealtypus einer vorbildlichen Führungskraft, jemand, der alles unter Kontrolle hat und scheinbar alles weiß. Eine übergreifende Vernetzung setzt jedoch voraus, auf Macht und Kontrolle zu verzichten. Das heißt, Führungskräfte müssen bereit sein, auf diesen Einfluss zu verzichten. Aber genau das 00:17:00 fällt vielen Führungskräften und Geschäftsführern noch sehr, sehr schwer. Die digitale Transformation wandelt noch keinen Mittelständler in eine Netzwerk Organisation um. Eine übergreifende Vernetzung ist eine Frage der Geisteshaltung und nicht mit einer technischen Schnittstelle spezifiziert war. So fassen wir das Ganze nochmal zusammen. Der Mittelstand befindet sich inmitten einer Transformation, einer Transformation, die mit der Digitalisierung nichts zu tun hat. Stattdessen ist es eine organisationalen Transformation, die in einer Welt mit zunehmender Komplexität und Dynamik unumgänglich ist. Das Problem heißt also nicht Digitalisierung, sondern Veränderung, Fähigkeit und Erhalt der Wettbewerbs und Innovationsfähigkeit unter veränderten Bedingungen. Alle Technologien und sich daraus ergebenden Möglichkeiten bringen halt nur wenig, wenn sich der Mindset und die alten Denkmuster beim Alten bleiben. Denn diese produzieren eben nur die gleichen Ergebnisse wie bisher. Es scheint fast so, als hat sich ein Pawlowscher Reflex bei den Unternehmen eingestellt, der immer wieder das gleiche 00:18:00 Verhaltensmuster auf große Herausforderungen hervorbringt. Und genau dieser Reduktionismus ist Ausdruck einer gewissen Hilflosigkeit. Albert Einstein hatte ja ein ganz prägnantes Zitat. Das lautete Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten. Dabei braucht der Mittelstand keine Technologie.

Host (David C. Luna): 00:18:19 Nachhilfe. Davon bin ich fest überzeugt, sondern muss stattdessen die Bewahrer Mentalität des Status Quo aus dem Weg schaffen. Dazu ist es zwingend notwendig, die eigene Sicht auf das Unternehmen, die Märkte, die Mitarbeiter und die gesamte Wertschöpfungskette grundlegend zu hinterfragen. Dazu müssen die richtigen Methoden und Werkzeuge zum Bewältigen der Komplexität ausgewählt werden. Der Mittelstand darf eben nicht wieder in den alten Terrorismus verfallen und die Herausforderung durch eine einzelne Abteilung, sprich ein neues Silo, versuchen zu lösen. Die terroristische Organisationsform ist eben nicht dazu geeignet, die Herausforderung des 21. Jahrhunderts zu begegnen. Selbst wenn man sie mit einem schönen neuen 4.0 Passwort verknüpft 00:19:00 und untermauert. Eine Fortführung dieser Organisationsform mittels einer neuen Abteilung und Zuständigkeit, also CDO z.B., ist nicht wirklich eine zielführende Strategie. Trotzdem machen die mit mittelständischen Unternehmen weiter wie bisher und der Sidious kümmert sich um das digitale Business as usual. Es bleibt also außer Frage. Der Mittelstand hat ja den Willen, sich zu verändern. Doch seine starken Strukturen machen es eben schwer, diesen Willen in der gesamten Kernsätze umzusetzen. Wir dürfen aber eines nicht vergessen Deutsche Mittelständler sind weltweit führend im Bereich inkrementelle Innovation in kein an. In einem anderen Land gibt es so viele geheime Marktführer oder Hidden Champions wie in Deutschland. Diese Innovationen haben ja nicht selten die Welt verändert und waren bzw. sind mitunter innovativer als das, was viele Softwarefirmen oder Startups hervorbringen. Auch wenn die Startups zugegebener weise Weise bezüglich der Innovations, Geschwindigkeit und Umsetzung deutlich die Nase vorn haben.

Host (David C. Luna): 00:19:59 Doch die 00:20:00 Geschäftsführer und Vorstände der deutschen Mittelständler sind leider manchmal auch wirklich sture konservative Unternehmens Typen mit einem zu starken Fokus auf inkrementelle Innovation und deutschen over Engineering. Andererseits kann man sie auch gut verstehen. Mal Hand aufs Herz Wenn zunehmend das gesamte Geschäftsmodell eines Mittelständlers in Frage gestellt wird, kann man es einem familiengeführten schwäbischen Unternehmen wirklich verübeln, wenn sein Lebenswerk aufgegeben werden soll, das vielleicht schon über 100 Jahre lang gut lief und das vielleicht sogar noch sehr erfolgreich, um sich dann plötzlich komplett neu zu erfinden? Natürlich ist es immer leichter, etwas Inkrementelle zu verändern und zu transformieren, als etwas komplett Neues zu schaffen. Die Einstellung von Mitarbeitern der Führungsmannschaft und die Kunden, die werden man nicht über Nacht verändern können. Aber der deutsche Mittelstand muss wieder den Mut finden, wirklich Neues anzupacken. Wenn er morgen noch mitgestalten möchte, anstatt sich von dem digitalen Transformations Geschwafel 00:21:00 einlullen zu lassen, befreit endlich die Mitarbeiter von diesen unsäglichen formellen Führungs und Organisationsformen, von Businesspläne, strategischen Leitbildern und sonstigen Firlefanz. Ja, der Mittelstand muss einfach mehr Mut haben, den eigenen Gründergeist zu nutzen, der denen schon in die Wiege gelegt worden ist. Jedoch zu Recht stolz sein auf eure bisherigen Leistungen Geschichte. Viele von euch haben seit über 100 Jahren sich am Markt bewährt und einige von euch dürfen sogar auf eine 250 jährige Unternehmensgeschichte zurückblicken und habt sogar viele Krisen und Kriege erfolgreich gemeistert.

Host (David C. Luna): 00:21:34 Das älteste mir bekannte Unternehmen in Deutschland ist, glaube ich, 57 Jahre alt. Ihr habt die deutsche Wirtschaft in den vergangenen Jahrhunderten nicht nur maßgeblich geprägt, sondern auch dafür gesorgt, dass Deutschland weltweit als ein Aushängeschild für Innovationskraft und Qualität wahrgenommen wird. Ihr seid dabei gleichzeitig das Rückgrat der Wirtschaft und quasi der Fels in der Brandung. Wenn es der deutschen Wirtschaft schlecht geht, was 00:22:00 der Mittelstand wieder eindrucksvoll bei der Finanz und Eurokrise unter Beweis gestellt hat. Um das nochmal kurz zu erläutern Also zwischen 2006 und 2014 erhöhten die 500 größten Familienunternehmen die Zahl ihrer Mitarbeiter in Deutschland um 19 Prozent. Verglichen mit den Dax-Unternehmen, die nicht Familien kontrolliert, waren lediglich um zwei Prozent. Wer da mehr Infos haben möchte? Ich habe das in den Shownotes verlinkt. Das ist eine Studie, die die volkswirtschaftliche Bedeutung von Familienunternehmen ausführt. Ihr seid Deutschlands größter Arbeitgeber, seit regional verankert, übernimmt gesellschaftliche Verantwortung usw.. Ihr habt also auch zukünftig das Potenzial, in der ersten Liga mitzuspielen und müsst euch nicht vor den großen Dax-Konzernen oder gar den Startups verstecken. Und aus diesem Grund arbeite ich auch unglaublich gerne mit Mittelständlern zusammen. Ich finde den Mittelstand klasse, so wie eben jetzt die Episode gefallen hat. Ich habe in den Shownotes das Ganze nochmal zusammengefasst. Es gibt es in Form eines Artikels nochmal, 00:23:00 das nochmal zum Nachlesen haben möchte diese Punkte. Ansonsten bedanke ich mich nochmal fürs Zuhören und wir sehen uns dann bei der nächsten Episode.